Inflationsrate über 3% -
was bedeutet das für mich?

Die Inflationsrate in Deutschland hat den höchsten Wert seit über 13 Jahren erreicht. Was das genau für dich bedeutet und wie du dein Geld schützen kannst, erfährst du hier.

Die Inflationsrate in Deutschland ist, wie das Statistische Bundesamt vergangene Woche mitgeteilt hat, auf 3,8 Prozent gestiegen. Mit Annäherung an die 4 Prozent-Marke hat sie erstmals seit 13 Jahren einen neuen Höchstwert erreicht. Eine Inflationsrate von 3,8 Prozent im Juli 2021 bedeutet, dass sich Waren und Dienstleistungen um 3,8 Prozent gegenüber den Vorjahresmonat (Juli 2020) verteuert haben. Aber auch der Trend innerhalb des Jahres 2021 ist steigend. Alleine gegenüber dem Vormonat (Juni 2021) sind die Verbraucherpreise um 0,9 Prozent gestiegen.

Grund für die hohe Inflationsrate ist Expert:innen zufolge unter anderem der sogenannte Mehrwertsteuereffekt. Nachdem die Bundesregierung die Mehrwertsteuersätze im Laufe des Jahres 2020 gesenkt hatte, um sowohl Wirtschaft als auch Verbraucher:innen während der Corona-Pandemie zu entlasten und den Konsum anzukurbeln, wurden die Mehrwertsteuersätze zum 01.01.2021 wieder auf die alten Werte angehoben. Expert:innen zufolge trägt dieser Mehrwertsteuereffekt rund 1,6 Prozent zur gestiegenen Inflationsrate bei.

Zudem vermuten Volkswirt:innen, dass in Zeiten der Corona-Lockerungen Dienstleister:innen wie Gastronom:innen die Preise bei der aktuell hohen Nachfrage angehoben haben.

Ein weiterer Treiber sind die Energiepreise, die seit Monaten überdurchschnittlich steigen, nachdem im letzten Jahr die Nachfrage von beispielsweise Benzin aufgrund des Lockdowns gesunken war.

Auch können Menschen wieder mehr reisen, was ebenfalls die Preise nach oben treibt.

Inflation, was bedeutet das noch mal?

Unter Inflation, auch Teuerung genannt, wird der allgemeine Anstieg des Preisniveaus über einen bestimmten Zeitraum verstanden. Steigt das allgemeine Preisniveau dauerhaft, hat das zur Folge, dass jede Geldeinheit weniger Güter kaufen kann.

Unter der Inflationsrate wird entsprechend der prozentuale Anstieg des allgemeinen Preisniveaus verstanden. In der Regel bezieht sich die Inflationsrate auf einen Zeitraum von einem Jahr.

Die Inflation hat verschiedene Auswirkungen. Dazu zählen unter anderem, dass die Preise steigen, sich Menschen weniger für ihr Geld kaufen können, der Wert des Geldes sinkt und die Sparneigung der Menschen ebenfalls sinkt.

Expert:innen zufolge wird die Inflationsrate in den kommenden Jahren weiterhin hoch bleiben und sogar etwas zunehmen. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Inflationsrate bis zum Jahresende der 5 Prozent-Marke nähert.

Eine erneute Reaktion seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) auf die gestiegene Inflationsrate wird nicht erwartet. Erst Anfang Juli hatte die EZB ihre Strategie geändert und sich ein neues Inflationsziel gesetzt. Bis dato war das Ziel der EZB eine Inflationsrate von unter, aber nahe 2 Prozent. Das neue Ziel lautet 2 Prozent im Euroraum und entsprechend wird auch die Geldpolitik darauf ausgerichtet. In der derzeitigen Lage wird davon ausgegangen, dass die EZB ausnahmsweise eine Überschreitung dieser Zielmarke in Kauf nimmt.

Welche Auswirkung hat die gestiegene Inflationsrate auf mich als Privatperson?

Für Privatpersonen bedeutet eine hohe Inflationsrate ein realer Kaufkraftverlust, da aufgrund der ansteigenden Preise für Waren und Dienstleistungen die Kaufkraft sinkt.

Was war noch mal die Kaufkraft? Diese drückt das Austauschverhältnis zwischen Waren bzw. Dienstleistungen und Geld an. Oder anderes ausgedrückt: Die Kaufkraft zeigt auf, wie viel an Waren bzw. Dienstleistungen man mit seinem Geld kaufen kann.

Folgendes Beispiel soll die Folgen des Kaufkraftverlustes verdeutlichen:

Hast du beispielsweise 10.000€ auf deinem Girokonto liegen, kannst du davon ausgehen, dass dein Geld durch die Inflation an Kaufkraft verliert und du dadurch still enteignet wirst.

Bei einer von der EZB angestrebten Inflationsrate von 2 Prozent würden deine 10.000€ Jahr für Jahr an Kaufkraft verlieren. Nach 10 Jahren würde deine Kaufkraft statt 10.000€ nur noch bei 8.203€ liegen. Bleibt die Inflationsrate so hoch wie aktuell oder steigt sogar noch weiter, würdest du bzw. dein Erspartes entsprechend noch mehr an Kaufkraft verlieren. Bei der derzeitigen Inflationsrate von 3,8 Prozent würde die Kaufkraft nach 10 Jahren nur noch bei 6.887€ liegen.

Kaufkraftverlust durch Inflation

Doch was kann ich tun, um mein Geld zu schützen?

Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Investieren!

Die beliebteste Anlageform in Deutschland sind trotz steigender Preise und Nullzinsen immer noch Sparbücher und Tagesgeldkonten. So wird davon ausgegangen, dass die Deutschen rund eine Billionen Euro alleine auf Girokonten bunkern. 

Doch um das Ersparte vor der Inflation zu schützen oder um gar mehr daraus zu machen, benötigt es heutzutage Alternativen - und diese sind keine Mangelware. Beispielsweise kann durch das Investieren in Wertpapiere wie Aktien oder ETF-Fonds der Inflation entgegengewirkt werden.

Auch die Anlage in das Edelmetall Gold ist insbesondere in Krisenzeiten eine beliebte Form der Geldanlage. Das hat sich auch in der Corona Pandemie wieder bestätigt. Du möchtest mehr über die Möglichkeiten des Goldinvestments informieren? Dann schaue dir doch unser kostenloses Webinar zum Thema an oder lade dir unseren kostenlosen Gold-Report herunter!

Eine weitere beliebte Anlagemöglichkeit ist natürlich auch das "Betongold". Immobilien gelten seit Jahrzehnten als Infaltionsschutz schlechthin. Neben der Werthaltigkeit verspricht dieses Investment Steuervorteile und einen dauerhaften Cashflow. Wie du schnell und einfach als Immobilieninvestor:in durchstarten kannst, erfährst du in unserem kostenlosen Webinar zum Thema. Du denkst, dass du dir eine Immobilie nicht leisten kannst? Dann prüfe es doch einfach mal selbst hier!

Du siehst an Alternativen zum Bankkonto mangelt es nicht. Du weißt nicht, wie und wo du mit dem Investieren anfangen sollst? In unserem kostenlosen Investmentbuilder Einsteigerkurs erfährst du es! In diesem sowie auch hier findest du außerdem einen Depotvergleich, falls du noch auf der Suche nach dem passenden Depot für deine Investments bist.

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